Selektive Informationsbereitstellung als gesamtgesellschaftliches Phänomen

Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

Nun wird endgültig deutlich, dass es nicht um Gesundheit geht. Es wird besonders deutlich an Fällen wie mir.

Noch mal zur Erinnerung: im März 2020 machte ich COVID als schweren grippalen Infekt durch. Ich bin davon vollständig genesen. Ich bin nicht geimpft. Ich bin immun wie ich durch einen Test belegen kann. Wer genaueres ist wissen möchte mag das in meiner Pandemie Erzählung nachlesen.

Vom eigenen Arbeitsplatz und der gesellschaftlichen Teilhabe ausgesperrt

Seit dem 25. November darf ich meinen Arbeitsplatz bei einem großen Chemiekonzern in Darmstadt nicht mehr aufsuchen. Nach über 25 Jahren ist mein Werksausweis gesperrt werden, ich darf ohne negativen Test nicht mehr das Werk betreten und an meinen Arbeitsplatz gehen. Ohne diesen Test darf ich auch nicht im Zug, Bus oder in der Straßenbahn fahren.

Seit dem 25. November darf ich kein Museum mehr besuchen, kein Theater, kein Kino, ich darf in kein Restaurant, in keine Sportstätte, in keine Sauna.  Ich darf nicht mehr zur Kosmetikerin oder zur Fußpflege. Ich darf mich nicht mehr massieren lassen.

Dabei ist das was da geschieht Unrecht und auch falsch. Wenn ihr genaueres wissen wollt, schaut euch gerne einzelne Filme bei der Aktion „Alles auf den Tisch“  an. Dort findet ihr hochkarätige Wissenschaftler, darunter auch Impfbefürworter. Eine Vielfalt an Information, die ihr bei ARD und ZDF, beim Frühstücksfernsehen, im Darmstädter Echo und in der Süddeutschen nicht findet.

Bekenne dich zum Team Unterwerfung!

Menschen wie wir sollen uns einordnen in das Team Unterwerfung. Nicht weil es Sinn macht, nicht weil wir damit irgend jemanden schützen würden, sondern einfach nur damit wir gehorchen. Ich weiß, dass es Unrecht ist. Die Obrigkeit weiß, dass es Unrecht ist. Ich weiß, dass die Obrigkeit weiß, dass es Unrecht ist.  Die Obrigkeit weiß, dass wir wissen dass es Unrecht ist.

STIKO findet Rechtsverordnung des BMG medizinisch unsinnig

Ich habe den Vorsitzenden der STIKO Professor Doktor Thomas Mertens angeschrieben bezüglich der Anerkennung des Genesenenstatus bei nachgewiesener T-Zellimmunität. Er antwortete mir: „es ist ein Problem der Rechtsverordnung, die durch das BMG geändert werden muss. Seitens der STIKO gibt es diesbezüglich kein Problem.“  Ich lese daraus: selbst er ist der Ansicht, dass Menschen, die von COVID genesen sind, eine stabile Immunität haben, mindestens so sehr wie geimpfte.

Mir geht es nicht um meinen persönlichen Einzelfall oder nur um den der Menschen, die tatsächlich schon erkrankt waren und nun wirklich genesen sind. Mir geht es weiterhin darum, dass allen Menschen zugestanden wird, dass sie eine den eigenen Körper betreffende Entscheidung nach ihrer Einschätzung fällen dürfen, ohne dafür bösartige Ausgrenzung und Schuldzuweisungen, Hetze und Hass zu erfahren. An meinem Fall wird es nur besonders deutlich.

Letzter Akt der gesellschaftlichen Teilhabe

Am Mittwoch den 25. November gelang es mir, vermutlich zum Letzten Mal für viele Monate, das Hessische Landesmuseum in Darmstadt zu betreten. Ich wollte unbedingt die Ausstellung „Ich, Max Liebermann“ besuchen, die dort nur noch bis zum Januar zu sehen sein wird. Als die Regeln am Wochenende durchsickerten, wurde mir klar, dass ich mich sputen müsse.  Auf der Webseite waren noch die 3G Regeln angezeigt. Mit einem extra dafür angefertigten PCR Test versuchte ich Einlass zu erhalten. Eine Sicherheitskraft wies mich ab, ich konnte ihn erweichen und durfte zur Kasse vortreten. Da ich Mitglied im Verein der Freunde des Landesmuseums bin, ließ man Gnade vor Recht geben, ein leitender Mitarbeiter des Museums gewährte mir telefonisch über die Kasse Einlass.

Selektive Informationsbereitstellung nicht nur bei Corona

Warum erzähle ich euch das überhaupt? Nun, weil auch in dieser Ausstellung eine schöne Geschichte erzählt wird und dabei manches wichtige und vielleicht verstörende weggelassen wird. Die Ausstellung ist gut aufgebaut, man kann die künstlerische Entwicklung des Malers nachvollziehen. Liebermann ist 1847 in Berlin geboren und dort 1935 gestorben. Er wurde in eine wohlhabenden Familie jüdischen Glaubens geboren. Der Sohn bestand auf eine künstlerische Laufbahn. Aber während ich die Ausstellung besuchte, wurde mir bewusst, dass Max Liebermann als junger Mann den deutsch-französischen Krieg sogar als Soldat erlebt hat, ebenso wie er als reifer Mann den Ersten Weltkrieg miterlebt hat. Das müssen einschneidende Erlebnisse gewesen sein, sie finden in der Ausstellung kaum einen Nachhall. Schließlich war Max Liebermann auch geächtet bei den Nazis, die seine Bilder als entartete Kunst betrachten. Auch das wird nicht sichtbar. Nach der Ausstellung las ich, dass Max Liebermann als junger Mann mit patriotischen Gedanken in den deutsch-französischen Krieg gezogen war, und dass er im Ersten Weltkrieg ebenso patriotisch ein Aufruf unterzeichnet hatte, der deutsche Kriegsverbrechen zurückwies. Darüber hinaus beteiligte er sich bis 1916 mit propagandistischen Bildern an der Zeitschrift Kriegszeit. So scheint es heute regelmäßig geübte Praxis zu sein, nur die Informationen bereitzustellen, die in den eigenen Meinungskorridor passen. Und es sichtlich gleichgültig, ob es sich dabei um Informationen zu einer Pandemie handelt, oder um die Information zu einem berühmten deutschen Maler. Mich befremdet dies bevormundende Haltung, mit der man mündigen Bürgern nur selektive Information auftischt. Mich irritiert, dass sich so viele offenbar damit zufriedengeben. Gut, dass wir noch weitere Quellen haben, lasst uns die weitersuchen und auswerten. Der Winter ist hart, aber wir werden den Mut nicht verlieren. Ich hörte kürzlich Dr. Thomas Sarnes, ehemaliger Chefarzt im Ruhestand. Er schließt mit einem Zitat des Papstes Gregor des Großen aus dem 7. Jahrhundert, dass mir gut gefiel und welches ich deshalb hier auch zu meinem Schlusssatz mache:

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dabei dienstbar zur Hand geht.

Vielen Dank.

Darmstadt

Quelle des Beitragsbildes hier.

 

Ein Gedanke zu „Selektive Informationsbereitstellung als gesamtgesellschaftliches Phänomen

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